Hochbeet

Warm, fruchtbar und ergonomisch

Immer mehr Hochbeete erobern derzeit die Gärten. Kein Wunder, denn der spezielle Aufbau fördert das Pflanzenwachstum, führt zu früherer Ernte und verringert die Schneckenzahl deutlich. Auch ergonomisch überzeugt das Konzept: Sie müssen sich weder bücken noch hinknien und gärtnern bequem im Stehen.

Vorteile des Hochbeets

  • Durch die Verrottung der organischen Materialien im Inneren des Hochbeetes, entsteht Wärme von unten. Das begünstigt das Gedeihen von wärmeliebenden Pflanzen wie Paprika, Zucchini oder Tomaten.
  • Die dabei entstehende Humuserde bietet den Pflanzen im Hochbeet durchwegs beste Wachsbedingungen. Ist das gesamte Material verrottet, wird die Erde im Garten verteilt und das Hochbeet neu aufgebaut.
  • Verwertung aller wertvollen und gesunden Gartenabfälle im eigenen Garten.
  • Durch die hochgestellte Bauweise wird die Gartenarbeit erleichtert.
  • Weil sich das Füllmaterial mit der Zeit setzt, wird das Beet jedes Jahr mit Kompost aufgefüllt. Das führt zu einer willkommenen Belebung des Bodens.

Hochbeet anlegen – so gehen Sie vor

Das Hochbeet ist aus verschiedenen Schichten verrottbaren Materials aufgebaut. Bei der Verrottung wird Wärme frei und die Bodentemperatur erhöht sich dadurch, im Vergleich zum Flachbeet, um bis zu 5° C. Ergebnis sind schnelleres Wachstum und frühzeitige Ernte.

Zeitpunkt und Standort

  • Die Anlage des Hochbeetes sollte im Herbst oder sehr zeitig im Frühjahr erfolgen.
  • Zur optimalen Ausnutzung des Sonnenlichtes sollten Sie das Beet in Nord-Süd-Richtung anlegen.
  • Heben Sie eine 20 – 30 cm tiefe, circa 150 cm breite Grube aus und bewahren Sie die Grassoden auf.

Bau

  • Bauen Sie zunächst einen Holzrahmen in der gewünschten Höhe.
  • Es ist ratsam, die Innenwände mit einer Plastikfolie auszukleiden. Das verlängert die Haltbarkeit des Holzes, verhindert die Austrocknung und Verdunstung.
  • Um Wühlmäuse fernzuhalten, sollten Sie den Boden mit einem engmaschigen Drahtgitter auslegen.
  • Statt Hochbeet können Sie auch ein Hügelbeet anlegen: Es wird mit den gleichen Ausgangsmaterialien aufgebaut, aber in Form eines länglichen Hügels auf dem Boden aufgeschichtet.

Hochbeet füllen

  • Der innere Kern des Hochbeetes wird mit zerkleinerten Ästen und Zweigen, harten Stängelstücken und ähnlichem Material gebaut. Damit ist für eine gute Durchlüftung des Beetes gesorgt und die Verrottung des aufgeschichteten Materials wird gefördert.
  • Nun werden die beiseitegelegten Grassoden über den Holzkern mit der grünen Seite nach unten aufgelegt. Alternativ eignen sich auch grobe Gartenabfälle oder Grasschnitt, Stroh.
  • Es folgt eine circa 30 cm dicke Laubschicht aus gemischten Blättern, die feucht sein sollten. Verwenden Sie jedoch kein Laub von Eiche oder Walnussbaum.
  • Darauf kommt eine circa 15 cm dicke Schicht aus Grobkompost.
  • Den Abschluss bildet eine circa 25 cm dicke Schicht aus Feinkompost und/oder Gartenerde.
  • Zwischen die einzelnen Schichten streuen Sie großzügig Oscorna-BodenAktivator ein.

So bepflanzen Sie Ihr Hochbeet

Kenner raten zur Mischkultur

Ob durch Wurzelausscheidungen oder Duft: Pflanzen können sich gegenseitig schützen und fördern. Wenn Sie Kräuter zwischen Gemüse pflanzen, können dadurch nicht nur Schädlinge abgewehrt werden. Auch der Geschmack lässt sich damit oft noch verbessern.

Oscorna Gartenwissen „Mischkultur“
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Auf das Timing kommt es an

In den ersten beiden Jahren enthält das frische Hochbeet die meisten Nährstoffe.

Aus diesem Grund können Starkzehrer wie Tomaten, Kohl, Sellerie, Lauch, Gurken und Zucchini bestens angebaut werden. Diese gedeihen dann gesund und kräftig. Schwachzehrer wie Salat und Spinat folgen daher erst im 3. Jahr.

Wenn das Hochbeet nach etwa 6 Jahren aufgrund der Verrottung zusammengesackt ist, können Sie es weiterhin als Beet nutzen.